Kleine Füße haben besondere Ansprüche. In der gesamten Wachstumsphase ändert sich der Fuß eines Kindes ständig und die Entwicklung von Muskeln, Knochen und Bändern dauert sogar bis zum 16. Lebensjahr. Bis dahin sind Kinderfüße sehr weich und sollten mit Sorgfältigkeit behandelt werden. Besonders beim Kauf der Kinderschuhe sollte daher nicht nur auf die Optik geachtet werden, sondern auch auf die Funktionalität und Qualität.
Bei der Wahl von Kinderschuhen ist es wichtig, dass sie eine flexible Laufsohle haben, die sich um jeweils 90° umbiegen bzw. seitlich verdrehen lässt. Die Innensohle sollte flach sein und kein vorgeformtes Fußbett haben, damit sich die Kinderfüße individuell entwickeln können, ohne verformt zu werden. Ein guter Kinderschuh sollte zudem sehr leicht sein, da schwere Schuhe die Kinder beim Gehen und besonders auch beim Laufen behindern. Da Kinderfüße sehr leicht schwitzen, sollte auf atmungsaktive Materialien wie Leder oder Textil geachtet werden.
Auch auf die Größe sollte bei der Auswahl der Kinderschuhe sorgsam geachetet werden. Das Nervensystem eines Kindes ist noch nicht so weit ausgebildet, dass Kinder bestimmen können, ob ein Schuh drückt oder zu klein ist. Die Füße sollten daher fachmännisch ausgemessen werden und zwar regelmäßig, da Kinderfüße oft bis zu drei Größen im Jahr wachsen. Falsche Größen können die Füße von Kindern dauerhaft verformen und Senk- oder Spreizfüße verursachen. Als Maßregel gilt: Die Zehen sollten in den Schuhen einen Spielraum von 12 mm haben.
Die Zeit und Mühe, die in die richtigen Kinderschuhe investiert werden, sind dies auf jeden Fall wert – falsche Schuhe verursachen Rückenschmerzen und Durchblutungsstörungen bis ins Erwachsenenalter. Können Füße jedoch aufgrund der richtigen Schuhe ungehindert wachsen, bleiben Kinder oft ein Leben lang von Beschwerden, die mit dem Bewegungsapparat zusammenhängen, verschont.
